„Natur nah dran 2026“ – Marxzell bewirbt sich um Förderprojekt

Nah dran an der Natur ist Marxzell. Noch näher dran an die Natur will die Gemeinde jetzt auch innerorts kommen.

Bereits mehrere Wochen liefen die vorbereitenden Arbeiten. Anfang November fand ein erstes Abstimmungsgespräch mit Bürgermeisterin Eisele und Kämmerer Herrn Germann statt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, ob sich die Gemeinde eine Bewerbung für das Förderprogramm vorstellen kann. Trotz begrenzter personeller Kapazitäten in der Verwaltung, insbesondere zum Jahresende, wurde unsere Initiative von Anfang an positiv aufgenommen.

Daher hat sich „Marxzell & Natur“ bereit erklärt, im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Gemeinde ein Konzept für eine überzeugende Bewerbung zu entwerfen. Zusammen mit der Verwaltung, den Ortsvorstehern, der Schule, unseren Kindergärten und Vereinen, wurden zunächst Flächen ausgesucht, die für das Projekt „Natur nah dran“ geeignet erschienen.

Worum geht es bei dem Projekt „Natur nah dran“ denn eigentlich?

„Natur nah dran“ ist ein Förderprojekt des Baden-Württembergischen Umweltministeriums in Kooperation mit dem NABU BW. Gefördert wird die ökologische Aufwertung von gemeindeeigenen, innerörtlichen Flächen. Das kann z.B. die Umwandlung eines Schotterbereichs in eine artenreiche Blühfläche sein, wie der Platz der alten Waage in Burbach. Ebenso möglich ist die Umwandlung von Grünflächen in Wildblumenflächen oder die Neuanlage von Totholz- oder Steinhabitaten auf bislang brachliegenden Grünbereichen, etwa an der Ortseinfahrt Karlsruher Straße in Pfaffenrot.

Das Umweltministerium stellt hierfür Fördermittel von bis zu 15.000 Euro bereit, während der NABU das Projekt über die gesamte Laufzeit fachlich begleitet und Schulungen durchführt. Ziel ist, mehr Lebensraum für heimische Insekten und Kleintiere zu schaffen. Was die wenigsten wissen: Mehr als 70% unserer Bestäuber sind sogenannte „Spezialisten“. Sie haben sich über Jahrhunderte an unsere heimische Flora angepasst. Spezialisten brauchen genau diese eine Blume, genau diesen einen Strauch um zu überleben. Verschwindet diese Blume, verschwindet das Insekt. Verschwindet das Insekt, verschwindet das Obst. Jede Fläche, die wieder mehr heimische Blüher anbietet, ist so eine gute Investition in unsere Zukunft.

Insgesamt wurden zunächst 11 potenziell geeignete Flächen identifiziert. Nach fachlicher Prüfung und Priorisierung – auch im Hinblick auf die Umsetzbarkeit und eine mögliche Entlastung des Bauhofs – verblieben fünf Flächen.

Die erarbeiteten Vorschläge wurden in den Ortschaftsräten Burbach und Pfaffenrot sowie im Gemeinderat Marxzell vorgestellt.

Die Resonanz war durchweg positiv. Damit steht die Gemeinde Marxzell geschlossen hinter der Bewerbung für das Programm „Natur nah dran 2026“.

Auch Ettlingen oder Karlsbad wurden bereits in diese Förderung aufgenommen und konnten davon profitieren. 

Am 30.12.2025 hat die Gemeinde offizielle ihre Bewerbung zu „Natur nah dran 2026“ abgegeben.

Nun heißt es „Daumen drücken“, dass sowohl unser Konzept, als auch der breite Rückhalt unserer Gemeinde, von so vielen unserer Gremien, Einrichtungen, Vereinen, Menschen das Umweltministerium, als auch den NABU Baden-Württemberg von unserer Bewerbung überzeugen.

Weitere Infos unter: www.naturnahdran.de