Samstag, 16.05.2026 - Waldführung durch den Gemeindewald

Waldführung trotz Regen ein voller Erfolg

„Oh nein, jetzt regnet es doch…“ – eine Stunde vor Beginn der geplanten Waldführung mit Gemeindeförster Markus Kiefer sah es am Samstag, 16. Mai, zunächst nicht gut aus. Doch das Wetter meinte es letztlich doch noch gut mit den Teilnehmern: Nach etwa einer halben Stunde hörte der Regen wieder auf, sodass sich trotz kühler Temperaturen elf Erwachsene und vier Kinder am Holzfalken in Burbach treffen konnten.

Gemeinsam mit seinem Hund Nero führte Markus Kiefer die Gruppe durch den Wald und gab spannende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben eines Försters. Dabei wurde schnell deutlich, wie weitreichend und verantwortungsvoll die Arbeit im Wald ist.

In der Waldpflege denkt der Förster nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern entsprechend der Entwicklungszeit der Bäume in Jahrzehnten.

Auch sogenannte Waldrefugien waren Thema der Führung. Dabei handelt es sich um Bereiche des Waldes, die bewusst sich selbst überlassen werden. Zudem sprach Kiefer über die Folgen des Klimawandels: Wassermangel schwäche die Bäume, milde Winter begünstigten Schädlinge und fehlender Frost verändere das natürliche Gleichgewicht im Wald.

Für viele Menschen sei der Wald vor allem ein Ort der Ruhe und Erholung. Gleichzeitig sei er jedoch auch ein wichtiger Wirtschaftsraum, aus dem Holz für Industrie, Bauwirtschaft und Energiegewinnung stammt. Diese Herausforderung erkannte bereits 1713 der sächsische Forstmann Hans Carl von Carlowitz, der mit seinem Grundsatz „nur so viel fällen, wie nachwachsen kann“ den Gedanken der Nachhaltigkeit prägte.

So wurde den Teilnehmern deutlich, wie vielseitig der Beruf des Försters ist. Neben Waldpflege, Holzernte und Holzverkauf gehören auch Pflanzen- und Tierkunde, Jagd, gesetzliche Vorgaben sowie die Pflege von Wegen, Zäunen, Waldlehrpfaden und Rastplätzen zu den Aufgabenbereichen. Darüber hinaus ist der Förster Ansprechpartner für Gemeinden und Bürger.

Und es gab noch vieles mehr zu erzählen. Nach rund zwei Stunden ließ ein Teil der Gruppe den informativen Vormittag schließlich bei einem gemeinsamen Mittagessen im Wiesenhof gemütlich ausklingen.

Die Teilnehmer bedankten sich herzlich bei Markus Kiefer für die interessante Führung und freuen sich bereits auf weitere Begegnungen.

In diesem Zusammenhang wird auch auf zwei interessante Veranstaltungen des Forstamtes des Landkreises Karlsruhe im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Waldpädagogik Karlsruhe hingewiesen:

„Supernasen im Forst – Ein Borkenkäfer-Spürhund im Einsatz“

Freitag, 19. Juni 2026, 16 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz am Vereinsheim Windeck in Burbach

„Wie kommt der Baum aus dem Wald?“ – Holzrückung im Wald

Vom Handtransport über Pferde bis hin zu modernen Forstmaschinen und dem Hubschrauber.
Freitag, 26. Juni 2026, 16 Uhr
Treffpunkt: Waldparkplatz beim Industriegebiet Ittersbach

Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. (Einfach auf den Link klicken)