Natur nah dran 2026 - Marxzell ist dabei
Die beiden Naturgartenplaner, Hr. Dr. Witt und Frau Kaltofen, arbeiten jetzt für jede begutachtete Fläche eine Einschätzung der Umsetzungsmöglichkeiten aus.
Zwei bis drei Wochen soll es dauern, bis diese Konzepte der Gemeinde vorliegen.
Auf dieser Basis kann dann die Gemeinde entscheiden welche Flächen sie wie aufwerten möchte.
Für die ausgewählten Flächen werden dann detaillierte Umgestaltungspläne erarbeitet.
Bald entstehen kleine Biotope mitten in Marxzell
Am 28.04.2026 fand eine große Auftaktveranstaltung für das Förderprogramm „Natur nah dran“ des Landes Baden-Württemberg und des NABU BW in Durmersheim statt.
Vertreter der diesjährigen „Natur nah dran“-Gemeinden erhielten erste Einblicke, was es bedeutet kommunale, innerörtliche Flächen insektenfreundlich umzubauen.
Schon am Folgetag begann die konkrete Planung für Marxzell mit einer Flächen-Besichtigung. Marxzell hat in seiner Bewerbung fünf innerörtliche Grünflächen vorgeschlagen.
Vor Ort waren nun die beiden Naturgartenplaner Hr. Dr. Witt und seine Frau Fr. Kaltofen, um gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und der Projektgruppe Marxzell & Natur in Augenschein zu nehmen, wie sich diese Flächen naturnah umgestalten lassen.
Die Fachleute begutachteten dabei die jeweiligen Standorte und gaben Empfehlungen für geeignete Maßnahmen. Bei besonders nährstoffreichen Flächen mit starkem Unkrautdruck empfiehlt es sich zum Beispiel, den gesamten Boden auszutauschen. Im Anschluss werden regionaltypische Wildstauden gepflanzt oder Wildblumen eingesät. Diese brauchen besonders mageren Boden, um wachsen zu können. Das könnte möglicherweise für Schielberg in Frage kommen.
An anderen Stellen, z.B. am Ortseingang in Pfaffenrot, reicht es hingegen aus nach der sog. „Burri-Methode“, zunächst nur einen Teil einer Rasenfläche aufzufräsen und nach weiterer Bearbeitung mit neuem Saatgut zu bestücken. Von hier aus können sich Wildblumen in den Folgejahren weiter ausbreiten. Damit diese eine Chance zum Wachsen haben, mäht die Kommune hier nur noch selten.
Der Naturgartenplaner/die Naturgartenplanerin fand an einer Fläche in Burbach, gegenüber der Kirche, schon einige Wildpflanzen, die heimischen Insekten Nektar und Pollen bieten. Hier werden weitere Arten ergänzt, um die Fläche noch artenreicher zu machen. Die Umstellung der Mahd bietet dafür die Voraussetzungen
Die Besichtigung der Flächen bildet gemeinsam mit der Auftaktschulung die Grundlage für den nächsten Schritt: Für die ausgewählten Flächen wird eine Detailplanung angefertigt. Im Herbst beginnt die Umsetzung. „Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld“, betonte NABU-Projektleiter Martin Klatt. Das bestätigten die Erfahrungen aus Kommunen wie Durmersheim, die ihre Flächen bereits länger insektenfreundlich pflegen. „Wir setzen verschiedene Maßnahmen ein. Auf manchen Flächen funktioniert es auf Anhieb gut, andere brauchen etwas länger“, so Klatt weiter.
Wildpflanzenflächen sind gut für Insekten und sparen langfristig Arbeit
Warum sich das nicht nur für die Natur, sondern auch für die geförderten Kommunen lohnt, erläuterte Martin Klatt in der Schulung. „Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter. In den Kommunen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickeln werden. Hat sich eine Wiese oder ein Wildstaudenbeet einmal etabliert, wird nur wenige Male im Jahr gemäht und eine Bewässerung ist – mit Ausnahme der ersten Jahre – auch in heißen Sommern in der Regel nicht notwendig. Das spart der Kommune Arbeit und Geld.“

Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, 28. April 2026 nahmen rund 60 Vertreterinnen und Vertreter der für 2026 geförderten Kommunen an einer Schulung im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ in Durmersheim teil. Mit dabei waren auch drei Mitarbeiter der Gemeinde Marxzell: Hr. Heinz als Vertreter des Fachbereichs Infrastruktur sowie Hr. Klein und Hr. König vom Bauhof der Gemeinde. Ergänzt wurde das Team von einem Vertreter der Projektgruppe Marxzell & Natur: Norbert Waas. Die Teilnehmenden erhielten Informationen dazu, worauf es bei insektenfreundlichen Grünflächen ankommt, damit im Siedlungsraum Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel entstehen. Herr Klaus Eckert, Bürgermeister der Gemeinde Durmersheim, ließ es sich nicht nehmen am Nachmittag persönlich mit allen Teilnehmern Wildstaudenflächen und Wildblumenwiesen zu besichtigen, die die Gemeinde Durmersheim 2024 mit Unterstützung des NABU angelegt hat.
Wildpflanzenflächen sind gut für Insekten und sparen langfristig Arbeit
Warum sich das nicht nur für die Natur, sondern auch für die geförderten Kommunen lohnt, erläuterte Martin Klatt vom NABU BW in der Schulung. „Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter. In den Kommunen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickeln werden. Hat sich eine Wiese oder ein Wildstaudenbeet einmal etabliert, wird nur wenige Male im Jahr gemäht und eine Bewässerung ist – mit Ausnahme der ersten Jahre – auch in heißen Sommern in der Regel nicht notwendig. Das spart der Kommune Arbeit und Geld.“
Hintergrund:
Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Von 2022 bis 2026 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert.
Das Projekt startete 2016 und ist in der zweiten Projektstaffel. Insgesamt wurden bereits 136 Kommunen gefördert, über 1.000 Teilnehmende in Workshops geschult und 290.000 Quadratmeter naturnah umgestaltet.
Der Gemeinderat Marxzell hat im Dezember 2025 mit großer Mehrheit für die Bewerbung am Förderprogramm „Natur nah dran“ beschlossen.
Die Projektgruppe „Marxzell & Natur“ unterstützte die Gemeinde bei der Bewerbung und begleitet jetzt die weitere Planung und Umsetzung.

Artenreiche Grünflächen mitten in Baden-Württembergs Städten und Gemeinden: Hier finden Wildpflanzen und Insekten wie Wildbienen Lebensraum. Im Rahmen des Projekts „Natur nah dran“ erhielten wieder 15 Kommunen den Zuschlag für eine Förderung von bis zu 15.000 Euro, um ihre innerörtlichen Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Das Kooperationsprojekt des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und des NABU Baden-Württemberg unterstützt die ausgewählten Kommunen nicht nur finanziell. Schulungen und Vor-Ort-Beratungen vermitteln kommunalen Mitarbeitenden das Wissen, naturnahe Flächen fachgerecht anzulegen und langfristig zu pflegen.
Den Zuschlag der Jury aus Umweltministerium, NABU, Städtetag und Gemeindetag Baden-Württemberg haben 2026 die folgenden Kommunen erhalten: Abstatt, Albstadt, Altensteig, Bad Säckingen, Breisach am Rhein, Igersheim, Ilvesheim, Jagstzell, Külsheim, Leimen, Marxzell, Mauer, Neuenbürg, Nußloch, Weinheim.
(Quelle: Webseite NABU BW )
Nah dran an der Natur ist Marxzell. Noch näher dran an die Natur will die Gemeinde jetzt auch innerorts kommen.
Bereits mehrere Wochen liefen die vorbereitenden Arbeiten. Anfang November fand ein erstes Abstimmungsgespräch mit Bürgermeisterin Eisele und Kämmerer Herrn Germann statt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, ob sich die Gemeinde eine Bewerbung für das Förderprogramm vorstellen kann. Trotz begrenzter personeller Kapazitäten in der Verwaltung, insbesondere zum Jahresende, wurde unsere Initiative von Anfang an positiv aufgenommen.
Daher hat sich „Marxzell & Natur“ bereit erklärt, im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Gemeinde ein Konzept für eine überzeugende Bewerbung zu entwerfen. Zusammen mit der Verwaltung, den Ortsvorstehern, der Schule, unseren Kindergärten und Vereinen, wurden zunächst Flächen ausgesucht, die für das Projekt „Natur nah dran“ geeignet erschienen.
Worum geht es bei dem Projekt „Natur nah dran“ denn eigentlich?
„Natur nah dran“ ist ein Förderprojekt des Baden-Württembergischen Umweltministeriums in Kooperation mit dem NABU BW. Gefördert wird die ökologische Aufwertung von gemeindeeigenen, innerörtlichen Flächen. Das kann z.B. die Umwandlung eines Schotterbereichs in eine artenreiche Blühfläche sein, wie der Platz der alten Waage in Burbach. Ebenso möglich ist die Umwandlung von Grünflächen in Wildblumenflächen oder die Neuanlage von Totholz- oder Steinhabitaten auf bislang brachliegenden Grünbereichen, etwa an der Ortseinfahrt Karlsruher Straße in Pfaffenrot.
Das Umweltministerium stellt hierfür Fördermittel von bis zu 15.000 Euro bereit, während der NABU das Projekt über die gesamte Laufzeit fachlich begleitet und Schulungen durchführt. Ziel ist, mehr Lebensraum für heimische Insekten und Kleintiere zu schaffen. Was die wenigsten wissen: Mehr als 70% unserer Bestäuber sind sogenannte „Spezialisten“. Sie haben sich über Jahrhunderte an unsere heimische Flora angepasst. Spezialisten brauchen genau diese eine Blume, genau diesen einen Strauch um zu überleben. Verschwindet diese Blume, verschwindet das Insekt. Verschwindet das Insekt, verschwindet das Obst. Jede Fläche, die wieder mehr heimische Blüher anbietet, ist so eine gute Investition in unsere Zukunft.
Insgesamt wurden zunächst 11 potenziell geeignete Flächen identifiziert. Nach fachlicher Prüfung und Priorisierung – auch im Hinblick auf die Umsetzbarkeit und eine mögliche Entlastung des Bauhofs – verblieben fünf Flächen.
Die erarbeiteten Vorschläge wurden in den Ortschaftsräten Burbach und Pfaffenrot sowie im Gemeinderat Marxzell vorgestellt.
Die Resonanz war durchweg positiv. Damit steht die Gemeinde Marxzell geschlossen hinter der Bewerbung für das Programm „Natur nah dran 2026“.
Auch Ettlingen oder Karlsbad wurden bereits in diese Förderung aufgenommen und konnten davon profitieren.
Am 30.12.2025 hat die Gemeinde offizielle ihre Bewerbung zu „Natur nah dran 2026“ abgegeben.
Nun heißt es „Daumen drücken“, dass sowohl unser Konzept, als auch der breite Rückhalt unserer Gemeinde, von so vielen unserer Gremien, Einrichtungen, Vereinen, Menschen das Umweltministerium, als auch den NABU Baden-Württemberg von unserer Bewerbung überzeugen.
Weitere Infos unter: www.naturnahdran.de
